40 Jahre VSV SZ

01-07-2017

40 Jahre VSV Kanton Schwyz

Im Jahr 1963 ist die Vereinigung Schweizerischer Volksmusikfreunde (VSV) in Sachseln im Hotel Schlüssel gegründet worden. 1976 folgte in Biel die Gründung der vier Regionen Nordostschweiz, Nordwestschweiz, Zentralschweiz und Westschweiz, so auch der VSV Schwyz. Der 1. Präsident war Xaver Schuler aus Rothenthurm, der zweite Josef Hess aus Küssnacht und der dritte Bruno Hegner aus Pfäffikon. Seit 15 Jahr darf Karl Dillier als 4. Präsident den VSV Schwyz präsidieren.

 

Nun gebe es viel zu berichten über den VSV Schwyz. Das grösste Highlight war natürlich das Eidgenössische Ländlermusikfest 1991 in Küssnacht, das heute noch in bester Erinnerung ist. Die Schweizerische Delegiertenversammlung, das Zentralschweizerische Ländlermusikkonzert und viele andere Veranstaltungen sind in den 40 Jahren mit viel Idealismus organisiert worden. Im Vordergrund steht für den Kanton die Förderung unserer Volksmusik, speziell natürlich die Jungmusikantenförderung, Werbung neuer Mitglieder, den Musikanten die Möglichkeit zu geben zum Aufspielen und vieles mehr. Auch für die kommenden Jahre möchten wir uns für unserer schöne Schweizer Volksmusik mit allen Kräften, die uns zur Verfügung stehen, einsetzen.

 

Bericht von Guido Bürgler über den 1. Juli 2017

150 Schwyzer Volksmusikfreunde feierten Jubiläum auf der Rigi

 

Rigi Der Verband Schweizer Volksmusik, Kanton Schwyz (VSV SZ), feierte am Samstag sein 40-jähriges Bestehen mit viel Live-Musik auf der „Königin der Berge“.

 

Guido Bürgler/gb.

 

Wie fing alles an? Im Jahr 1963 ist die Vereinigung Schweizerischer Volksmusikfreunde (VSV) in Sachseln gegründet worden. Im Jahr 2002 erfolgte die Namensänderung in „Verband Schweizer Volksmusik“. 1976 wurden die vier Regionen Nordostschweiz, Nordwestschweiz, Zentralschweiz und Westschweiz gegründet. Schon bald darauf entstanden zahlreiche Kantonalsektionen. Treibende Kraft dahinter war der damalige Sekretär – und heutige Ehrenpräsident - Peter Fässler aus Arth, der lange Zentralpräsident war. In dessen Wirkungszeit von 1976 bis 2003 war die Mitgliederzahl von rund 2500 auf 13‘500 geklettert. Die erste GV des VSV Schwyz fand am 6. Januar 1977 im Ländlerlokal Biberegg in Rothenthurm statt. Heute zählt Schwyz 1076 Mitglieder, und ist somit die landesweit drittgrösste Sektion, was Präsident Kari Dillier am letzten Samstag auf der Rigi mit berechtigtem Stolz anmerkte. 

 

 

Im Eventzelt auf Rigi Staffel wurde das 40-Jahre-Jubiläum mit viel Musik ausgiebig gefeiert. 150 Volksmusikfreunde und Musikanten aus dem ganzen Kanton waren zum Fest gekommen. Während des Apéros sorgte die Jungformation Mythenfäger aus Steinen für die musikalische Unterhaltung. Nach dem Mittagessen, das vom VSV offeriert wurde, spielten mehrere bestbekannte Formationen auf, die heuer ein rundes Jubiläum feiern können. Den Auftakt machte die Kapelle Hegner/Schmidig (20 Jahre), viel Applaus ernteten auch die Gebrüder Hess (50 Jahre) und deren Cousins, die Hess-Buebe (50 Jahre). Schliesslich konnte Ehrenmitglied Hans Arnold, der kompetent und humorvoll durchs Programm führte, auch noch eine Ad-hoc-Formation ansagen. An den Handorgeln spielten Thedy Christen und Kari Dillier, für das rhythmische Fundament sorgten Monika Christen (Klavier) und Kari Hess (Bass). Nebst den Musikanten begeisterte auch eine Chlefeli-Gruppe aus Schwyz das Publikum. Die Nachwuchstalente Tanja Carletti, Mina Schuler und Joya Schuler zeigten unter der Leitung von Chlefeli-Kenner Röbi Kessler was in den zwei „Chlötzli“ steckt.

 

Das Hauptziel des Verbandes VSV ist die Erhaltung und Förderung der Schweizer Volksmusik. Auch die gezielte Förderung des Nachwuchses ist ihm sehr wichtig. In den besten Zeiten zählte man landesweit zirka 14‘000 Mitglieder, heute sind es etwa 11‘000. Ab und zu legt der Verband sein ganzes Gewicht in die Waagschale, wenn es darum geht, beim Radio/TV mehr Sendezeit zu erhalten oder wenn politische Entscheide anstehen, welche die Volkskultur betreffen. So unterschreiben derzeit viele Volksmusikfreunde eine Petition, welche verlangt, dass Spartensender wie SRF-Musikwelle nicht abgeschafft werden. Auf die Frage, was sich Präsident Kari Dillier zum 40-Jahre-Jubiläum des VSV Schwyz wünsche, meinte er: „Wir im Vorstand werden uns auch in Zukunft mit Freude und Idealismus für unsere schöne Volksmusik einsetzen.“ Die Szene sei sehr vielfältig, dies bedinge eine gewisse Toleranz unter den Musikanten und Volksmusikfreunden.